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| Selbstverständnis der
Diakonie Der Verein erfüllt Aufgaben der Diakonie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, insbesondere im Bereich des Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirks Regensburg. Im Rahmen dieses diakonisch-missionarischen Auftrages koordiniert und fördert er die diakonische Arbeit im Dekanatsbezirk, regt die hierfür erforderlichen Einrichtungen und Arbeitsgebiete an und berät sie. Er steht den Vereinen der Diakonie und den Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinden des Dekanatsbezirks mit ihren diakonischen Einrichtungen helfend zur Seite und errichtet gegebenenfalls eigene Einrichtungen. Der Verein betätigt sich vor allem auf dem Gebiet der offenen Sozialarbeit, der Jugend-, Familien- und Altenhilfe, der Führung von Vereinsvormundschaften, -pflegschaften und -betreuungen und der Hilfe in besonderen Lebenslagen. So übt er die christliche Liebestätigkeit in Wort und Tat aus und fördert sie. |
Der Samariter Der Samariter steht sicher in der klassischen Betrachtung der Diakonie für die unmittelbar selbstlose Hilfe. Es wird jemand tätig, von dem es nicht erwartet wird. Er handelt scheinbar ohne Auftrag und ohne zu erwartende Anerkennung. Im Gegenteil, er begibt sich sogar selbst in seiner Hilfe in Gefahr. Er übernimmt Verantwortung und kümmert sich. Er fragt nicht nach Recht und Pflicht, nicht nach Zuständigkeit, er handelt. Ganz im Gegensatz dazu der Wirt. Der Wirt Der Wirt hat mit der Person, die unter die Räuber gefallen ist, zunächst überhaupt nichts zu tun. Er erhält erst durch den Samariter den Auftrag, tätig zu werden und zwar den Auftrag, gegen Geld tätig zu werden. Die Arbeit der Diakonischen Werke ist in erster Linie eine Arbeit, die mit der Tätigkeit des Wirtes vergleichbar ist. Wir bekommen Geld, wir werden beauftragt, um tätig zu werden. Wenn wir keine Bezahlung erhalten, können wir die Tätigkeit nicht übernehmen. Im Gleichnis bestimmt der Wirt selbst über die Art und den Umfang einer fach- und notwendigen Hilfe. Der Samariter sagt zu ihm, wenn du mehr brauchst, komme ich wieder und werde dir mehr geben. Er legt nicht vorher einen Pflegesatz fest und sagt, du hast ein pauschales Budget und darfst nur so viel brauchen. Sondern der Betroffene steht im Vordergrund und der Wirt erhält das Geld, das er benötigt. Jesu Auch die Rolle Jesu ist für die Beschreibung diakonischer Tätigkeit in diesem Gleichnis wichtig und weißt auch auf eine aus heutiger Sicht notwendige Funktion der diakonischen Arbeit hin. Jesus weißt auf den Nächsten hin. Er öffnet den Blick auf die, die Unterstützung brauchen, auf diejenigen, die in unser Blickfeld geraten sollen. Das heißt, die Diakonie hat in unserer heutigen Gesellschaft die Aufgabe des Mahners, des Kritikers - deutlich zu machen, wo Hilfebedarf entsteht, wo Notwendigkeit besteht, einzugreifen, Menschen den Blick für andere Menschen zu öffnen. Wir weisen auf Ungerechtigkeiten hin, nennen die Verantwortlichen beim Namen und beteiligen uns an der Gestaltung einer menschengerechten Zukunft.
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