Spende für Seniorenarbeit

Kein Tag wie jeder andere war es für das Team der Seniorenbegegnungsstätte der Diakonie, als zwei Stadträte einen Umschlag mit einer Spende vorbeibrachten. „Wir freuen uns, die Arbeit für die Senioren unterstützen zu können“, meinte Ellen Bogner an Gabi Böhm gewandt, die seit Jahrzehnten im Gustav-Adolf-Wiener-Haus für die Diakonie tätig ist. Zusammen mit der stellvertretenden Bezirksstellenleiterin  Monika Huber nahm sie freudig die 500-Euro-Spende von Bogner und MdL Dr. Franz Rieger entgegen. „Das Geld ist aus dem Erlös unseres diesjährigen Rieger-Stadl-Festes“, klärte Dr. Rieger über die Herkunft des Spendenbetrags auf, der zweckungebunden eingesetzt werden kann.




„Glori“ macht alte Menschen glücklich

Gespannt wie eine Feder sitzt „Glori Baroness“ auf den Hinterpfoten vor der Frau im Rollstuhl. Das Ringelschwänzchen wedelt fleißig. Erwartungsvoll blickt der grauschwarz gestromte Mops auf den zusammengerollten Plastikschlauch, durch den langsam ein Hundeleckerli kullert. Jedesmal wenn die alte Frau den Schlauch ein Stückchen weiterdreht, rollt der Leckerbissen näher zum Ausgang. „Glori“ beobachtet jede Bewegung, springt kurz auf und hockt sich wieder, als Frauchen Birgit Chrobak mahnend den Zeigefinger hebt. Dann fällt das Leckerli aus der Öffnung und noch im Flug hat der quicklebendige Hund das Stückchen geschnappt und verschlungen. Gleich geht es zur nächsten Dame, die mit elf anderen älteren Heimbewohnern im Garten hinterm Argula-von-Grumbach-Haus im Kreis sitzt und sich an dieser motorischen Übung zum räumlichen Denken versucht. Auch von ihr bekommt der Mops ein Leckerli.

Es ist das erste Mal, dass die Mopszüchterin und Hundetrainerin Birgit Chrobak mit einem ihrer Lieblinge ins Pflegeheim der Diakonie gekommen ist. Eingeladen von Leiterin Birgit Robin, will sie ausprobieren, wie die alten Menschen auf die Begegnung mit dem Tier reagieren. Da die junge Mopsdame ziemlich quirlig ist, musste sie damit rechnen, dass manche Bewohner erschreckt oder gar mit Abwehr reagieren. Das umgängliche Tier hört aber auf jedes Wort und Zeichen von Chrobak. Und tatsächlich verlief diese erste Begegnung sehr positiv. Die alten Leute versuchten den Mops zu tätscheln, freuten sich wenn er auf sie reagierte und wirkten allgemein sichtlich lebhafter. Damit bestätigte sich für Chrobak auch eine andere Erfahrung, die sie in ihrer Arbeit mit verhaltensauffälligen Kindern gemacht hat: „Der Hund spiegelt sofort wider, wenn ein Kind während der Übung zu hippelig ist. Über den Umgang mit ihm werden sein Einfühlungsvermögen und auch Durchsetzungsfähigkeit geschult“. Zudem gilt immer, dass die Anwesenheit des Hundes wie ein „emotionaler Türöffner“ für Gespräche wirkt.

Auch Studien bestätigen die positiven Wirkungen, wenn Tiere in Pflegeheimen mit alten Menschen zusammentreffen. Die Begegnung mit Tieren kann das Leben von Bewohnern bereichern. Deshalb hat Leiterin Robin weitere Termine mit Chrobak vereinbart, bei welchen sie mit ihrer edlen „Glori Baronesse“ ins Diakonie-Heim kommt, um die Menschen aufzumuntern und zu beleben. Im besten Fall können sie dabei ein wenig glücklicher und manchmal sogar gesünder werden.  




„Hotspot Soziales“ – zur Wahl

Am Sonntag, 23. September, 16 Uhr, laden Diakonie Regensburg und Werkhof Regensburg zu einer Podiumsdiskussion mit Kandidaten der bevorstehenden Landtagswahl ins Marinaforum ein. Unter dem Stichwort „Hotspot Soziales“ sollen die Parteienvertreter Stellung nehmen, welche Verbesserungen im sozialen Bereich sie im Fall ihrer Wahl im Landtag ankurbeln oder unterstützen wollen. Eine Teilnahme zugesagt haben die Mitglieder des Landtags Jürgen Mistol (Bündnis 90/Die Grünen), Margit Wild (SPD) und Dr. Franz Rieger (CSU). Zugesagt haben zudem Ulrich Lechte (FDP), sowie die Freie Wählerin Kerstin Radler und Matthias Jobst (Spd) vom Wahlkreis Regensburg-Land. Die Diskussionsleitung übernimmt Dr. Carsten Lenk vom Evangelischen Bildungswerk. Zur Sprache kommen sollen aktuelle Themen und Fragestellungen zu Problemen im Bereich der Altersarmut, der Versorgung bestimmter Personengruppen mit Wohnraum, kostenlosen Kita-Plätzen und zu einem sozialen Pflichtjahr.

Anmeldungen sind nicht erforderlich, die Teilnahme ist frei zugänglich und Eintritt frei.